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Igelschutz-Interessen-
Komitee für Igelschutz e.V. Hamburg
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Igel sind normalerweise dämmerungs- bzw. nachtaktiv. Sie kommen erst aus dem Nest, wenn es bereits dunkel wird. Kranke Tiere erkennt man meist daran, dass sie tagsüber herumlaufen, torkeln oder außerhalb des Nestes liegen. Auf kranken Tieren - übrigens wie auch auf Säuglingen - sitzen in der warmen Jahreszeit häufig Schmeißfliegen, die dort ihre Eier ablegen.
Kranke Igel sind apathisch, rollen sich kaum ein und sind oft mager. Man sieht hinter dem Kopf eine Einbuchtung, die so genannte Hungerfalte. Die Tiere sind lang und schmal und haben herausstehende Hüftknochen. Die Augen stehen nicht kugelig hervor, sondern sind eingefallen und schlitzförmig. Es können in Ausnahmefällen auch gesunde Igel tagsüber gesichtet werden, wenn sie von Hunden oder durch gärtnerische Arbeiten gestört werden.
Bei Gartenarbeiten oder auch bei Bauarbeiten ist unbedingt darauf zu achten, dass Igelnester nicht zerstört werden. Sollte dies der Fall sein, suchen auch gesunde Tiere tagsüber einen neuen Unterschlupf. Hilfsbedürftig sind auch Igel, die nach Wintereinbruch herumlaufen.
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Es kann sich dabei um spät geborene Jungtiere handeln, oder auch um schwache ältere Tiere, welche sich wegen eines zu geringen Nahrungsangebots kein ausreichendes Fettpolster anfressen konnten. Eine Faustregel besagt, dass Tiere, welche Anfang November weniger als 500g wiegen, in menschliche Obhut genommen werden sollen.
Zuerst sollte das Tier von den sogenannten Ektoparsiten wie Flöhen, Zecken, Fliegeneiern und Maden befreit werden.
Diese vorsichtig mit der Pinzette absammeln. Letztere kommen vor allem in der warmen Jahreszeit vor, nicht nur auf verletzten, sondern auch auf geschwächten Tieren vor. Igelflöhe lassen sich am besten mit einem speziellen Igelspray (Zoofachhandel) beseitigen. Zecken ebenfalls nur mit Hilfe einer Pinzette (ohne Zusatzmittel wie Öl o. ä.) entfernen.
Ist der Igel unterkühlt, also an der Bauchunterseite spürbar kälter als die eigene Hand - legt man ihn am besten auf eine gut handwarme, mit einem Handtuch umwickelte Wärmflasche. Man setzt ihn dann in einen kleinen, aber hohen Karton. Das Tier wird mit einem weiteren Handtuch zugedeckt. Hat der Igel wieder eine normale Körpertemperatur, bringt man ihn in eine vorbereitete Igelkiste mit Schlafhaus.
Wirkt ein Igel schwach und mager, sind häufig Innenparasiten die Ursache. Dazu gehören Lungenhaar- und Lungenwürmer, Darmsaugwürmer, Kokkzidien und Bandwürmer. Husten oder röchelnder Atem, weisen mit ziemlicher Sicherheit auf einen massiven Befall mit Lungenwürmern hin.
Grüner schleimiger Kot, Durchfall, Blutungen aus dem Mund und After, Gleichgewichtsstörungen, Lähmungen, Apathie, Hautschorf, eitrige Pusteln, Stachelausfall, Krämpfe, Zittern, blasse Schleimhäute, geschwollene Beinchen usw. Zudem können auch bakterielle Infektionen bei Igeln auftreten. In solchen Fällen gehen Sie mit dem Igel immer zum Tierarzt und bestehen Sie darauf, dass der Kot des Tieres untersucht wird. Diese Untersuchung können auch gut ausgestatte Igelstationen durchführen.
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